Zielgruppen

PKV-Zielgruppe Berufs-Sportler

Egal ob Schüler, Student, Hobbyist oder Berufssportler, „der“ Sportler ist eine Herausforderung. Diese kommt aus mehreren Richtungen bzw. Problemstellungen:

  • Internationale Tätigkeit, teils mit ausländischen Arbeitgebern sowie Versicherungen weshalb neben dt. auch mindestens englische Sprachkenntnisse notwendig sind
  • Berufsbedingt eingeschränkte bzw. erschwerte Versicherbarkeit bei Antragsfragen aufgrund von Verletzungen sowie Verletzungsanfälligkeit
  • Einkünfte nicht nur durch Sport, sondern Marketing etc.
  • Hoher Bedarf für Krankentagegeld und BU-Absicherung bei stark eingeschränkter Versicherbarkeit, häufig als Anti-Zielgruppe nicht versicherbar oder nur mit temporären Verträgen (Verlängerungsklauseln beachten)
  • Arbeitslosengeld-Trick führt zu regelmäßigen, unterjährigen Wechseln von GKV zu PKV
  • Familienabsicherung muss antizipiert werden
  • Nach-Sportkarriere muss im Vorfeld geplant werden
  • Langfristige Finanzierung oft fragwürdig, da kurzweilig viel aber langfristig wenig Geld verdient wird (Sonder-Beitragsentlastung notwendig)
  • Verschwiegenheitsklauseln und Heilbehandler-Auswahl aufgrund von Karrierenachteilen, wenn Behandlungen offenkundig werden

Bereits der Schüler oder Student als Hobbyist sollte einen PKV-Optionstarif haben, der nach den gleichen Kriterien aufgestellt sein muss, als wenn Sie bereits Berufssportler wären. Später kann es zu spät sein, um Tarifänderungen vorzunehmen.

Oft führt es dazu, dass die Eltern sich darum kümmern müssen. Diese stehen aber oft in einem Spannungsverhältnis, weil deren Berater/Vertreter, der Spielerberater sowie der Verein oft mit Eigeninteressen an dem jungen Sportler „graben“, um ihn als Jung-Kunden gewinnen.

Warum sollte der Spieleberater nicht alles aus einer Hand machen?

Zielführend ist, dass ein Versicherungsmakler für die Versicherungen beauftragt wird, ein (Finanz-)Makler für die Kapitalanlagen und der Spielerberater nur die Karriereentscheidungen trifft, aber keinen Einfluss auf die lebenslangen Finanzentscheidungen hat, da es Interessenkonflikte gibt.

Schaut man sich beispielsweise „nur“ die Fußballer-Spielerberatungsangebote in Deutschland auf der Plattform Transfermarkt an, so gibt diese an, dass im Jahr 2024 ca. 10.000 Berater-Firmen ca. 15.000 Berater haben, die ca. 100.000 Kunden betreuen.[1] Betrachtet man die Marktkapitalisierung der Berater, lässt sich ableiten, dass die meisten Spielerberater eine One-Man-Show sind, die sich zudem auf die wenigen, äußerst erfolgreichen Spitzen-Sportler stürzen.

Das hat unweigerlich zur Folge, dass ein unabhängiger Rat gefährdet ist, zumal oft der Platzhirsch das Geschäft macht; sprich der Vereins-Berater und Gruppenzwang führen oft zu Fehlentscheidungen! Denn viele Spielerberater laufen Gefahr, dass sie mit einem Spieler-Transfer die Zusatzeinnahmen aus den Versicherungs-, Kapitalanlage- und Immobiliengeschäften verloren werden.

Auch das Interesse an einem potenziellen Spitzensportler ist größer als bei einem Durchschnittsathleten, da die Einkünfte der Spieleberater prozentual daran hängen. Ein Risiko, was bei „normalen“ Versicherungsmaklern als Berater so nicht vorliegt, da ein Durchschnittsathlet einem Durchschnittsbürger und damit Durchschnittskunden sehr ähnlich ist.

Teilen Sie die finanziellen Kernkompetenzen im Vorfeld auf, so kann dieses Risiko eliminiert werden. Sie würden schließlich auch nicht die langfristigen Karriereentscheidungen ausschließlich mit dem aktuellen Verein besprechen, oder doch?

Tarifliche Beschränkungen

Zudem kommt, dass nicht alle PKV-Tarife für künftige Berufs-Sportler geeignet sind.

Problematisch ist die Absicherung der Krankheit, denn oft sind sehr hohe Krankentagegelder notwendig, die spezielle Klauseln erfüllen. Beispielsweise ist der deutsche Kündigungsverzicht hier international nicht üblich und auch bei deutschen Angeboten nicht Standard.

Auch an die medizinische Behandlung werden erhöhte Anforderungen gestellt, denn oft werden Sportler in speziellen Zentren betreut, die nicht mit der GKV abrechnen, sondern ein Vielfaches des GOÄ-Satzes für Privatversicherte in Rechnung stellen.

Gleiches gilt für neumodische Verfahren sowie Alternativtherapien.

All dies im In- und Ausland, womöglich auch nach Karriere-Ende.

Und nach der Karriere kann oder will der Sportler vielleicht weiterhin PKV-Mitglied bleiben. Der Tarif muss dies ermöglichen.

Damit sind die Anforderungen für eine erfolgreiche Sportler-Karriere hoch. Der Wunsch nach möglichst günstigen Tarifen im Jugendalter steht dem oft entgegen. Sparen Sie nicht am falschen Ende!

[1] „ohne Datum“, 2024-04-25 Aufruf Transfermarkt GmbH & Co KG – https://www.transfermarkt.de/berater/beraterfirmenuebersicht/berater?landId=40

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