Kalkulationsgrundlagen der Beiträge im Alter

[fusion_dropcap class="fusion-content-tb-dropcap"]D[/fusion_dropcap]ie Beiträge steigen in beiden Systemen,[1] wobei die Ursachen sehr ähnlich sind. Keines der Systeme ist immer besser, auch wenn die PKV tendenziell Vorteile hat. Geht die Kalkulation der PKV mehrheitlich auf, denn steht sie besser als die GKV dar. Wäre die Kalkulation nachhaltig gestört, stünde sie ggf. schlechter dar. Basierend auf Vergangenheitswerten und aufgrund der konzeptionellen Vorteile – Äquivalenzprinzip mit Rücklagen statt reservefreies Umlageverfahren – ist die PKV – trotz Niedrigzinsphase – das zukunftsstabilere System, zumal sie ohne die Steuer-Zuschüsse auskommt, welche die GKV bekommt.

Gründe für Beitragsanpassungen beider Systeme

Aber warum steigen die Prämien? Pauschal lassen sich folgende Gründe feststellen, wobei die stärksten Preistreiber fett hervorgehoben sind.

Mathematische Gründe Medizinische Gründe Personengründe
Zinsänderungen

Unterkalkulation

Fehlende XP der PKV

Kosten (Abschluss/Verwaltung)

Allgemeine Inflation

Steigende Lebenserwartung

Medizinische Inflation Medizinischer Fortschritt

Pandemien

Politische Einflüsse

Solidaritätseffekte

Arbeitslosigkeit

Sozialtarife

Altersarmut

Die Gründe treffen auf die Gesellschaften unterschiedlich stark zu, weshalb eine pauschale Betrachtung wenig Sinn ergibt. Beide Systeme wurden und werden teurer, nur dieser Fakt ist unumstößlich! Daher jeweils eine kurze Erklärung, worum es sich bei den preistreibenden Faktoren handelt.

  • Inflation allgemein: Die Kosten für die Verwaltung, das Marketing etc. steigen. Die medizinische Inflation ist hier nur anteilig berücksichtigt, sowie um technische Fortschritte sowie Qualitätsänderungen bereinigt. Die Inflation trifft das zinsbasierte PKV-System härter als das GKV-Umlageverfahren.
  • Medizinische Inflation bzw. Medizinisch-Technischer Fortschritt (MTF): Die Kosten im Gesundheitssystem steigen stärker als die allgemeinen Lebenserhaltungskosten.[2] Neue Behandlungsmethoden können teurer sein als der für künftige Entwicklungen eingepreist Puffer. Generell leistet die PKV für Innovationen flächendeckend früher als die Kasse, da grundlegend alle medizinisch notwendigen Behandlungen erstattungsfähig sind.[3] Speziell der Trend zur Individualisierung der Medizin wird als besonderer Kostentreiber angesehen, bspw. durch Gensequenzierung oder persönliche Medikamente.[4]
  • Politische Einflüsse: Zwecks Widerwahl entscheiden Politiker nicht immer zu Gunsten der PKV. Mehrheitlich sind Politiker PKV Versicherte, machen jedoch aus Wahlkampfgründen überwiegend Stimmung gegen die PKV. Beispielsweise indem Privatpraxen bei den Corona-Impfstoffen durch Nichtbelieferung gezielt behindert wurden.[5] Bereits in den 70er Jahren wurde festgestellt, dass die Politik zu langsam sowie nicht zeitnah reagiert und damit der reellen Entwicklung hinterherhinkt.[6]
  • Steigende Lebenserwartung: Die reale Lebenserwartung kann schneller steigen als der eingepreiste Sicherheitspuffer. Auch leben PKV-Versicherte im Schnitt länger als die restliche Bevölkerung.
  • Zinsänderungen: Eine Zinsänderung betrifft die auslösenden Faktoren nicht direkt, sondern über entgangene Zinsen indirekt über diverse Verteilmechanismen.[7]
  • Unterkalkulation: Bei einer niedrigeren Prämie werden weniger Rückstellungen gebildet, weshalb die Prämie anfälliger für erhöhte Beitragsanpassungen ist.
  • Fehlende XP bzw. junge PKV: Ohne eigene Erfahrungswerte muss die PKV mit Durchschnittswerten der BaFin bzw. der DAV rechnen. Sie konnte auch noch nicht so viele Rückstellungen bilden. Deshalb sind junge Kassen oder PKV deutlich anfälliger für Preissteigerungen oder Krisen.
  • Steigende Verwaltungskosten: Eine erhöhte Komplexität, gestiegene Anforderungen sowie Kosten der Regulierung verteuern die Verwaltung und den Vertrieb, der oft über Gestaltungsspielräume bilanziell aus den Verwaltungskosten entlohnt wird.
  • Fehlanreizende Solidaritätseffekte: Das Sparverhalten eines Einzelnen („Ich gehe nicht zum Arzt“), wirkt sich für die Person kaum aus, womit eigene Wohlfahrt gering ist. Diametral umgekehrt führt ein Überkonsum zu gesteigerter Wohlfahrt, obgleich die finanziellen Auswirkungen auf den Einzelnen gering sind. Diesem Verhalten muss mit Steuerungselementen vorgebeugt werden, z. B. Selbstbeteiligungen, BRE etc.[8] Zu beobachten ist dies an den überfüllten Ambulanzen in Krankenhäusern, welche daher Patienten abweisen oder nach Triarchie arbeiten müssen.
  • Arbeitslosigkeit führt zu geringeren Einnahmen sowie höheren Krankenständen. Speziell die von Sozialversicherungsbeiträgen finanzierte GKV leidet unter dem zunehmenden Druck des Arbeitsmarkts.

Es sind interkonnektive sowie abstrakte Gründe, die kaum auf den einzelnen Faktor quantifiziert werden können.

  1. 2016-11-21 Experten Report – Die unmögliche Flucht vor steigenden Beiträgen in der PKV
  2. 2019-06 Aktuar Aktuell 46 – Welche Auswirkungen hat die medizinische Inflation auf die Private Kranken- und Pflegeversicherung? S. 8 & 9 https://aktuar.de/politik-und-presse/aktuar-aktuell/Documents/Aktuar%20Aktuell%20Nr.46.pdf
  3. 2021-03-21 Experten Report – Innovationsmotor PKV https://www.experten.de/2021/03/17/innovationsmotor-pkv/?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=innovationsmotor-pkv
  4. 2022-09 DAV eV – Aktuar Aktuell – Ausgabe 59 S. 8-9
  5. 2021-04-07 Versicherungsbote – Privatpraxen schauen bei Corona-Impfungen in die Röhre https://www.versicherungsbote.de/id/4901724/Corona-Impfungen-Hausarzt-Privatpraxen/
  6. 1976 Philipp Herder-Dorneich – Wachstum und Gleichgewicht im Gesundheitswesen – Die Kostenexplosion in der gesetzlichen Krankenversicherung und ihre Steuerung – S. 144-145 – ISBN 978-3-531-11399-9 ISBN 978-3-663-14267-6 (eBook) DOI 10.1007/978-3-663-14267-6
  7. 2015-04 Aktuar Aktuell 29 – Die aktuelle Beitragsanpassungsklausel in der PKV S. 9
  8. 1976 Philipp Herder-Dorneich – Wachstum und Gleichgewicht im Gesundheitswesen – Die Kostenexplosion in der gesetzlichen Krankenversicherung und ihre Steuerung – S. 199-200 – ISBN 978-3-531-11399-9 ISBN 978-3-663-14267-6 (eBook) DOI 10.1007/978-3-663-14267-6

Alterungsrückstellungen der PKV: Grundlagen & Modellannahmen

Übersicht der verschiedenen Alterungsrückstellungen

Die PKV kennt die u. g. Alterungsrückstellungen, wobei der Vollständigkeit halber auch Kapitaleinsätze der PKVUs genannt werden, die nicht direkt kalkulatorische Alterungsrückstellungen sind, sondern „nur“ in ähnlicher Art und Weise wirken. Aus Vereinfachungsgründen wurde großzügig zusammengefasst.

Transparenz Höhe Wirkung ab
Alterungsrückstellungen (AR) Halbtransparent

Auf schriftliche Anfrage vereinzelt Auskunft. Große AW ist in etwa gleich der Tarif-AR.[1]

Von 0% bis fast 100% ist alles möglich. Blackbox!

Faustformel: Höherer Beitrag = mehr AR

60. LJ

65. LJ

80. LJ ff

Anrechnungsbeitrag (AB) Halbtransparent

Mit jeder aktualisierten Police ab 2. Vertragsjahr erkennbar.

Minimum 0€

Maximaler Unterschied in Höhe der BAP im Neugeschäft.

2. Vertragsjahr
Übertragungswert

KV & PV

(ÜW-KV / ÜW-PV)

Halbtransparent

Mit jeder aktualisierten Police ab 2. Vertragsjahr ausgewiesen.

Jener Anteil der Alterungsrückstellungen, die im Basistarif gebildet worden wären. Nur bei PKV-Wechsel
Gesetzlicher Zuschlag

(GZ)

Transparent

Bereits ab Angebot ausgewiesen sowie jährlich mitgeteilt.

10% des substitutiven KV-Beitrags. 65. LJ

80. LJ

Beitragsentlastungstarif

(BET)

Transparent

Bereits ab Angebot ausgewiesen sowie jährlich mitgeteilt.

Frei wählbar

Meist max. 80% des Tarifbeitrags versicherbar.

Frei wählbar

Oft 65

Mgl. 60-70. LJ

Rückstellung für Beitragsrückerstattung

(RfB)

(teils BAP-Stopper, Mehrleistungen, BRE etc.)

Halbtransparent

Berechnung nachvollziehbar. Verwendung der RfB allein durch Vorstandsentscheidung.

0€ Minimum

Keine Obergrenze

1. Vertragsjahr
Finanzspritzen

(z. B. Eigenkapital des PKVUs)

Intransparent

Quelle nachvollziehbar. Verwendung allein durch Vorstandsentscheidung.

0€ Minimum

Keine Obergrenze

1. Vertragsjahr
Vererbung

(z. B. Stornogewinn bzw. -verlust)

Intransparent

Die Auswirkung kann bestenfalls erahnt werden. Relevanz steigt mir Tarifalter.

Keine Untergrenze

Keine Obergrenze

2. Vertragsjahr

Die Pflegeversicherung ist extremer, da in jungen Jahren fast nur eine Sparprämie aufgebaut wird, im Alter aber zum Ende hin binnen kurzer Zeit „der Topf geleert wird“. Die Profile sind sehr steil.[2] Wenn ein Profil „steil“ ist, bedeutet es, dass zum Ende des Lebens hin besonders viele Kosten verursacht werden, was grafisch ausdrückt ein sehr steil (an)steigender Graph ist.

Kopfschäden

Alte Menschen verursachen im Durchschnitt höhere Krankheitskosten als junge Menschen. Gemessen werden diese in Kopfschäden, den durchschnittlichen Kosten einer versicherten Person für eine bestimmte Laufzeit,[3] wobei der Beobachtungszeitraum in der Regel zwölf Monate beträgt.[4]

Grafik – Kopfschäden aufgeteilt nach Tarifart[5]

Klar erkennbar ist, dass die Höhe der Kopfschäden mit zunehmendem Alter steigt, was Vorsorge nötig macht! Es handelt sich um Durchschnittswerte für die gesamte Versicherung, extreme Ausreißer tun dem keinen Abbruch.

Hinzu kommt, dass mit zunehmender Verweildauer eines Versicherten gleichen Alters im gleichen Tarif die Kopfschäden steigen, weil keine Selektionseffekte mehr die Kostensteigerungen eingrenzen. Vereinfacht: Eine 30 Jahre alte Person, welche seit max. 2 Jahren ein der PKV versichert ist, hat nur den Bruchteil der Kopfschäden wie eine 30 Jahre alte Person, welche seit min. 13 Jahren in der PKV versichert ist, wie an der u. g. Grafik erkennbar.

Ein Bild, das Diagramm enthält. Automatisch generierte Beschreibung

Grafik – Schematische Darstellung des Verlaufs der Kopfschäden für Bestandszugehörigkeitsdauern[6]

Vorsorgequote

Die Summe der Maßnahmen zur Verhinderung einer Beitragsexplosion im Alter wird Vorsorgequote genannt. Von der Vorsorgequote kann nicht 1:1 auf die Alterungsrückstellungen oder Beitragsstabilität geschlossen werden! Sie wird im Verhältnis zu den Beiträgen berechnet und ist bei allen Gesellschaften gesunken.

Grafik 54 Vorsorgequote PKV Durchschnitt[7]

Auf die Anlage der Versicherung haben Sie keinen Einfluss! Dabei waren sich bspw. die AXA KV AG in der Vergangenheit nicht zu schade mehrere Milliarden Euro in Tabakfirmen zu investieren.[8] Die Allianz investierte in Kohle sowie umweltbelastende Firmen.[9] Die zehn größten dt. Versicherer investierten in Atom-U-Boote, Monsanto, Ölkonzerne, Gentechnik etc.[10] Zwar ist Nachhaltigkeit ein wachsender Trend, dem immer mehr Versicherungen folgen, doch sind die aktuellen Maßnahmen kaum vergleichbar, intransparent sowie oft eine Mogelpackung. So gibt es Negativ- wie Positivlisten, ESG-Kriterien, diverse Guidelines etc. An regulatorischen Vorgaben sowie vergleichbaren Standards mangelt es aber. So gelten beispielsweise Waffenhersteller teils als nachhaltig, wenn sie nur jenes Waffenmaterial liefern, was nicht von völkerrechtlichen Konventionen sanktioniert wird, [11] bspw. der sog. Genfer Konvention.[12] Der Trend mag positiv sein, die aktuelle Nachhaltigkeitslage ist unbefriedigend.

Modellannahmen für Beitragsverläufe

Modellannahme des Beitragsverlaufs

In jungen Jahren zahlen Sie mehr als Sie müssten, weshalb der übersparte Anteil in Alterungsrückstellungen[13] investiert wird, die später den Beitragsanpassungen verhindern sowie den Beitrag senken sollen. Es handelt sich dabei um Kollektivleistungen, nicht um individuelle Einzelwerte, auf die Sie einen Anspruch hätten. Sprich die Gleichaltrigen Ihres Tarifs sparen und „konsumieren“ mit Ihnen einen Topf, womit ihre individuelle Alterungsrückstellung nur eine stochastische Rechengröße ist.[14] Es gibt keinen Auszahlanspruch, da sie kein individuelles Recht sind. Weder gesetzliche noch vertragliche Grundlage sehen eine Auszahlung vor.[15] Abweichend davon ist der GZ zwar individuell berechnet,[16] jedoch auch ohne Auszahlungsanspruch, höchstens Übertragungsanspruch.

Stellen Sie sich vor, dass Alterungsrückstellungen kein Sparschwein sind, sondern vorweggenommene Beiträge für künftige Leistungen; also die Tilgung eines Kredits. Das Geld ist also verplant und daher nicht frei verfügbar!

Grafik – Alterungsrückstellungen und Beitrag im Idealverlauf

In der Modellannahme zahlen Sie ein Leben lang den gleichen Beitrag. Leider ist dieses Modell realitätsfern und Sie müssen sich sowohl bei der Kasse als auch bei der PKV auf Beitragsanpassungen (kurz BAP) einstellen.

BAP sind unvermeidbar, nur ihre Höhe variiert! Garantiert ist, dass Sie als Bestandskunde niemals mehr zahlen werden als ein Neukunde des gleichen Tarifs![17]

Der o. g. idealtypische Verlauf ist eine Modellannahme, die sich daraus ergibt, dass die die Aktuare grundsätzlich lebenslang konstante Beiträge mit gleichbleibenden Rechnungsgrundlagen verwenden müssen. Dabei ist bekannt, dass die Leistungsausgaben sich ständig erhöhen, weshalb es Rechte zur regelmäßigen Beitragsüberprüfung sowie -anpassung gibt.[18] Ähnliches gilt für die Lebenserwartung, die regelmäßig steigt. Bei den PKV-Versicherten sogar stärker als im Bevölkerungsdurchschnitt, weshalb eine regelmäßige Anpassung der Sterbetafeln notwendig ist. Erschwerend kommt hinzu, dasss Aktuare mit Periodensterbetafeln rechnen müssen, statt mit Generationensterbetafeln, wo die längere Lebenserwartung der jüngeren bereits berücksichtigt wäre.[19] In den letzten Jahren dabei verstärkt. Die mehrjährige Corona-Pandemie hat dabei laut der DAV keine langfristigen Auswirkungen, weshalb die steigenden Lebenserwartungen sich nach aktueller Erkenntnis fortschreiben werden.[20]

Es mag komisch klingen, doch geschieht dies auch zum Schutz der Versichertengemeinschaft. Denn bei dynamischen Modellen, welche Kostensteigerungen stärker einpreisen wären nicht nur höhere Prämien notwendig, sondern es gäbe auch einen negativen Rückkopplungseffekt, weil die Leistungserbringer ständig steigende Kosten ohne Widerstand umlegen könnten.[21] Damit würden zwei sich bedingende exponentionelle Kostensteigerungskurven entstehen.

Grafik 56 – DAV Aktuar Aktuell 41 S. 13 Restliche Lebenserwartung in Jahren

Modellannahme eines korrigierten Beitragsverlaufs

Die Kunden akzeptieren keine Prämien in beliebiger Höhe. Daher sind die Versicherungsmathematiker angehalten möglichst knapp zu kalkulieren. Daher kommt es in der Praxis regelmäßig zu Abweichungen zur idealtypischen Modellannahme. In der Praxis verläuft es eher wie in der u. g. Darstellung:

Grafik – Alterungsrückstellungen und Prämien im typischen Verlauf

300.000.000.000€ Alterungsrückstellungen der PKV

Die PKV verfügt jedoch über hohe Alterungsrückstellungen, die für künftige Leistungen sowie Beitragsanpassungen verwendet werden können.

Grafik – 2020-01-23 Krankenversicherungsmathematik, Andreas Leckner – S. 30

Die Höhe der PKV Rückstellungen ist höher als alle Überschüsse, welche die gesetzlichen Krankenkassen in ihrer Geschichte erwirtschaftet haben.

Die Alterungsrückstellungen werden in Kapitalanlagen verwaltet, welche Zinsgewinne für die Versichertengemeinschaft erwirschaften. Die Kapitalanlagen sind etwas höher als die Rückstellungen, da die PKV einen kleinen Anteil zur Deckung der eigenen Kosten entnehmen darf. Im historischen Trend ist erkennbar, dass die PKV den Versicherten mehr von den Kapitalanlagen in Form von Rückstellungen gutschreibt, als sie es zur Jahrtausendwende tat. Und vermutlich auch früher. Damit wird unter anderem das Zinstief ausgeglichen. Der PKV-Verband unterhält zur vereinfachten Visualisierung die Zukunftsuhr, welche in „Echtzeit“ die Höhe der „Alterungsrückstellungen“ darstellen soll.[22] Die genaue Berechnung wird nicht offengelegt.

Grafik – 2020-01-23 Krankenversicherungsmathematik, Andreas Leckner – S. 30

Das Verhältnis von neuen Beitragseinnahmen gegenüber neuen Alterungsrückstellungen wird pauschal vom PKV-Verband ermittelt. Im Schnitt wird mehr als 1/3 des Beitrags für Alterungsrückstellungen verwendet.