Die PKV kennt die u. g. Alterungsrückstellungen, auch fiktiver Kapitalwert genannt. Zwecks Vereinfachung werde auch Kapitaleinsätze der PKV genannt, die nicht direkt kalkulatorische Alterungsrückstellungen sind, sondern „nur“ in ähnlicher Art und Weise wirken, z. B. einmalige Finanzspritzen. Aus Vereinfachungsgründen wurde großzügig zusammengefasst.
| Transparenz | Höhe | Wirkung ab | ||
|---|---|---|---|---|
| Alterungsrückstellungen (AR) | Halbtransparent Auf schriftliche Anfrage vereinzelt Auskunft. Große AW ist in etwa gleich der Tarif-AR.1 |
Von 0% bis fast 100% ist alles möglich. Blackbox! Faustformel: Höherer Beitrag = mehr AR |
60. LJ 65. LJ 80. LJ ff |
|
| Anrechnungsbeitrag (AB) | Halbtransparent Mit jeder aktualisierten Police ab 2. Vertragsjahr erkennbar. |
Minimum 0€ Maximaler Unterschied in Höhe der BAP im Neugeschäft. |
2. Vertragsjahr | |
Übertragungswert KV & PV (ÜW-KV / ÜW-PV) |
Halbtransparent Mit jeder aktualisierten Police ab 2. Vertragsjahr ausgewiesen. |
Anteil der portablen Alterungsrückstellungen. Höhe mindestens wie im Basistarif. | Nur bei PKV-Wechsel | |
Gesetzlicher Zuschlag (GZ) |
Transparent Bereits ab Angebot ausgewiesen sowie jährlich mitgeteilt. |
10% des substitutiven KV-Beitrags. | 65. LJ 80. LJ |
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Rückstellung für Beitragsrückerstattung (RfB)* |
Halbtransparent Berechnung nachvollziehbar. Verwendung allein durch Vorstandsentscheidung. |
0€ Minimum Keine Obergrenze |
Entscheidungszeitpunkt, frühestens 1. Vertragsjahr |
|
Finanzspritzen (z. B. Eigenkapital des PKVUs) |
Intransparent Quelle nachvollziehbar. Verwendung allein durch Vorstandsentscheidung. |
0€ Minimum Keine Obergrenze |
Entscheidungszeitpunkt, frühestens 1. Vertragsjahr |
|
Vererbung (z. B. Stornogewinn bzw. -verlust) |
Intransparent Die Auswirkung kann nur erahnt werden. Relevanz steigt mir Tarifalter. |
Keine Untergrenze Keine Obergrenze |
Entscheidungszeitpunkt, frühestens 2. Vertragsjahr |
|
Beitragsentlastungstarif (BET/BE etc.) |
Transparent Bereits ab Angebot ausgewiesen sowie jährlich mitgeteilt. |
Wählbar von 0-100% des Tarifbeitrags. Kein Anspruch auf Abschluss dieser Tarife. |
Frei wählbar Oft 65 Mgl. 60-70. LJ |
|
Halbtransparent
Auf schriftliche Anfrage vereinzelt Auskunft. Große AW ist in etwa gleich der Tarif-AR.1
Von 0% bis fast 100% ist alles möglich. Blackbox!
Faustformel: Höherer Beitrag = mehr AR
60. LJ
65. LJ
80. LJ ff
Bereits in Tarifprämie enthalten, nicht extra zu zahlen.
Bereits in Tarifprämie enthalten, nicht extra zu zahlen.
Halbtransparent
Mit jeder aktualisierten Police ab 2. Vertragsjahr erkennbar.
Minimum 0€
Maximaler Unterschied in Höhe der BAP im Neugeschäft.
Übertragungswert
KV & PV
(ÜW-KV / ÜW-PV)
Halbtransparent
Mit jeder aktualisierten Police ab 2. Vertragsjahr ausgewiesen.
Gesetzlicher Zuschlag
(GZ)
Transparent
Bereits ab Angebot ausgewiesen sowie jährlich mitgeteilt.
65. LJ
80. LJ
Rückstellung für Beitragsrückerstattung
(RfB)*
Halbtransparent
Berechnung nachvollziehbar. Verwendung allein durch Vorstandsentscheidung.
0€ Minimum
Keine Obergrenze
Entscheidungszeitpunkt, frühestens
1. Vertragsjahr
Finanzspritzen
(z. B. Eigenkapital des PKVUs)
Intransparent
Quelle nachvollziehbar. Verwendung allein durch Vorstandsentscheidung.
0€ Minimum
Keine Obergrenze
Entscheidungszeitpunkt, frühestens
1. Vertragsjahr
Vererbung
(z. B. Stornogewinn bzw. -verlust)
Intransparent
Die Auswirkung kann nur erahnt werden. Relevanz steigt mir Tarifalter.
Keine Untergrenze
Keine Obergrenze
Entscheidungszeitpunkt, frühestens
2. Vertragsjahr
Beitragsentlastungstarif
(BET/BE etc.)
Transparent
Bereits ab Angebot ausgewiesen sowie jährlich mitgeteilt.
Wählbar von 0-100%
des Tarifbeitrags.
Kein Anspruch auf Abschluss dieser Tarife.
Frei wählbar
Oft 65
Mgl. 60-70. LJ
Extrabeitrag
Extrabeitrag
* Teils BAP-Stopper, Mehrleistungen, BRE etc. genannt.
Die Pflegeversicherung ist extremer, da in jungen Jahren fast nur eine Sparprämie aufgebaut wird, im Alter aber zum Ende hin binnen kurzer Zeit „der Topf geleert wird“. Die Profile sind sehr steil.2 Wenn ein Profil „steil“ ist, bedeutet es, dass zum Ende des Lebens hin besonders viele Kosten verursacht werden, was grafisch ausdrückt ein sehr steil (an)steigender Graph ist.
Quellenangaben
- 2013-09-13 Andreas Leckner – Die Mathematik der Privaten Krankenversicherung – Leitfaden für PKV-Aktuarinnen und -Aktuare – S. 287 Nr. 9.1 – https://www.mathematik.uni-muenchen.de/~lenckner/PKV_Aktuar_2013_2013_09_09.pdf
- 2013-09-13 Andreas Leckner – Die Mathematik der Privaten Krankenversicherung – Leitfaden für PKV-Aktuarinnen und -Aktuare – S. 291 Bemerkungen P. 3 – https://www.mathematik.uni-muenchen.de/~lenckner/PKV_Aktuar_2013_2013_09_09.pdf

