Übersicht der verschiedenen Alterungsrückstellungen

Übersicht der verschiedenen Alterungsrückstellungen

Inhaltsverzeichnis

Die PKV kennt die u. g. Alterungsrückstellungen, auch fiktiver Kapitalwert genannt. Zwecks Vereinfachung werde auch Kapitaleinsätze der PKV genannt, die nicht direkt kalkulatorische Alterungsrückstellungen sind, sondern „nur“ in ähnlicher Art und Weise wirken, z. B. einmalige Finanzspritzen. Aus Vereinfachungsgründen wurde großzügig zusammengefasst.

Transparenz Höhe Wirkung ab
Alterungsrückstellungen (AR)

Halbtransparent

Auf schriftliche Anfrage vereinzelt Auskunft. Große AW ist in etwa gleich der Tarif-AR.1

Von 0% bis fast 100% ist alles möglich. Blackbox!

Faustformel: Höherer Beitrag = mehr AR

60. LJ

65. LJ

80. LJ ff

Bereits in Tarifprämie enthalten, nicht extra zu zahlen.

Anrechnungsbeitrag (AB)

Halbtransparent

Mit jeder aktualisierten Police ab 2. Vertragsjahr erkennbar.

Minimum 0€

Maximaler Unterschied in Höhe der BAP im Neugeschäft.

2. Vertragsjahr

Übertragungswert

KV & PV

(ÜW-KV / ÜW-PV)

Halbtransparent

Mit jeder aktualisierten Police ab 2. Vertragsjahr ausgewiesen.

Anteil der portablen Alterungsrückstellungen. Höhe mindestens wie im Basistarif. Nur bei PKV-Wechsel

Gesetzlicher Zuschlag

(GZ)

Transparent

Bereits ab Angebot ausgewiesen sowie jährlich mitgeteilt.

10% des substitutiven KV-Beitrags.

65. LJ

80. LJ

Rückstellung für Beitragsrückerstattung

(RfB)*

Halbtransparent

Berechnung nachvollziehbar. Verwendung allein durch Vorstandsentscheidung.

0€ Minimum

Keine Obergrenze

Entscheidungszeitpunkt, frühestens

1. Vertragsjahr

Finanzspritzen

(z. B. Eigenkapital des PKVUs)

Intransparent

Quelle nachvollziehbar. Verwendung allein durch Vorstandsentscheidung.

0€ Minimum

Keine Obergrenze

Entscheidungszeitpunkt, frühestens

1. Vertragsjahr

Vererbung

(z. B. Stornogewinn bzw. -verlust)

Intransparent

Die Auswirkung kann nur erahnt werden. Relevanz steigt mir Tarifalter.

Keine Untergrenze

Keine Obergrenze

Entscheidungszeitpunkt, frühestens

2. Vertragsjahr

Beitragsentlastungstarif

(BET/BE etc.)

Transparent

Bereits ab Angebot ausgewiesen sowie jährlich mitgeteilt.

Wählbar von 0-100%

des Tarifbeitrags.

Kein Anspruch auf Abschluss dieser Tarife.

Frei wählbar

Oft 65

Mgl. 60-70. LJ

Extrabeitrag

Halbtransparent

Auf schriftliche Anfrage vereinzelt Auskunft. Große AW ist in etwa gleich der Tarif-AR.1

Von 0% bis fast 100% ist alles möglich. Blackbox!

Faustformel: Höherer Beitrag = mehr AR

60. LJ

65. LJ

80. LJ ff

Bereits in Tarifprämie enthalten, nicht extra zu zahlen.

Bereits in Tarifprämie enthalten, nicht extra zu zahlen.

Halbtransparent

Mit jeder aktualisierten Police ab 2. Vertragsjahr erkennbar.

Minimum 0€

Maximaler Unterschied in Höhe der BAP im Neugeschäft.

Übertragungswert

KV & PV

(ÜW-KV / ÜW-PV)

Halbtransparent

Mit jeder aktualisierten Police ab 2. Vertragsjahr ausgewiesen.

Gesetzlicher Zuschlag

(GZ)

Transparent

Bereits ab Angebot ausgewiesen sowie jährlich mitgeteilt.

65. LJ

80. LJ

Rückstellung für Beitragsrückerstattung

(RfB)*

Halbtransparent

Berechnung nachvollziehbar. Verwendung allein durch Vorstandsentscheidung.

0€ Minimum

Keine Obergrenze

Entscheidungszeitpunkt, frühestens

1. Vertragsjahr

Finanzspritzen

(z. B. Eigenkapital des PKVUs)

Intransparent

Quelle nachvollziehbar. Verwendung allein durch Vorstandsentscheidung.

0€ Minimum

Keine Obergrenze

Entscheidungszeitpunkt, frühestens

1. Vertragsjahr

Vererbung

(z. B. Stornogewinn bzw. -verlust)

Intransparent

Die Auswirkung kann nur erahnt werden. Relevanz steigt mir Tarifalter.

Keine Untergrenze

Keine Obergrenze

Entscheidungszeitpunkt, frühestens

2. Vertragsjahr

Beitragsentlastungstarif

(BET/BE etc.)

Transparent

Bereits ab Angebot ausgewiesen sowie jährlich mitgeteilt.

Wählbar von 0-100%

des Tarifbeitrags.

Kein Anspruch auf Abschluss dieser Tarife.

Frei wählbar

Oft 65

Mgl. 60-70. LJ

Extrabeitrag

Extrabeitrag

* Teils BAP-Stopper, Mehrleistungen, BRE etc. genannt.

Die Pflegeversicherung ist extremer, da in jungen Jahren fast nur eine Sparprämie aufgebaut wird, im Alter aber zum Ende hin binnen kurzer Zeit „der Topf geleert wird“. Die Profile sind sehr steil.2 Wenn ein Profil „steil“ ist, bedeutet es, dass zum Ende des Lebens hin besonders viele Kosten verursacht werden, was grafisch ausdrückt ein sehr steil (an)steigender Graph ist.

Quellenangaben

  1. 2013-09-13 Andreas Leckner – Die Mathematik der Privaten Krankenversicherung – Leitfaden für PKV-Aktuarinnen und -Aktuare – S. 287 Nr. 9.1 – https://www.mathematik.uni-muenchen.de/~lenckner/PKV_Aktuar_2013_2013_09_09.pdf
  2. 2013-09-13 Andreas Leckner – Die Mathematik der Privaten Krankenversicherung – Leitfaden für PKV-Aktuarinnen und -Aktuare – S. 291 Bemerkungen P. 3 – https://www.mathematik.uni-muenchen.de/~lenckner/PKV_Aktuar_2013_2013_09_09.pdf

Autor & PKV Experte

Walter Benda

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Deutschlands führender Spezialist für komplexe PKV-Fälle

Walter Benda

PKV-Bestsellerautor & PKV Experte

PKV-WIKI Kapitel

Systemunterschiede

Wie unterscheidet sich die private von der gesetzlichen Krankenversicherung wirklich?

Zielgruppen

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Pflegepflicht

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