Es gibt mit der Pflegerentenversicherung als Lebensversicherung auch eine Alternative zu den Pflegeversicherungen als Krankenzusatzversicherung. Dementsprechend gibt es hier auch keine Kindernachversicherung.
Die Pflegerente verspricht sichere Beiträge, weil diese bei der Lebensversicherung garantiert sind. Hierbei wird nicht nur das Risiko der Pflegebedürftigkeit abgesichert, sondern auch Kapital aufgebaut – dieses ist dann auch ohne eine Pflegebedürftigkeit verfügbar. Entweder bei einer Kündigung oder auch beim Todesfall.
Dafür kostet es deutlich mehr und beim Ausbleiben der Überschüsse könnten Leistungen gestrichen werden, z. B. die Leistungsdynamik oder auch direkt ein Teil der Leistungshöhe (der nicht garantierte Teil). Aufgrund der Kombination aus Beitrag, eingeschränkter Leistung (z. B. Geltungsbereich oder striktere Obliegenheiten) sowie der starren Tarifstruktur (keine Updates) werden diese eher nicht empfohlen. Derzeit bieten nur drei Anbieter Pflegerentenversicherung nach SGB-Pflegegraddefinition. Generell sind die Obliegenheiten bei Pflegerentenversicherungen deutlich strikter als bei PTGs. Dies gilt auch wenn ein Versicherungsunternehmen scheinbar ähnliche Tarife als Kranken- und Lebensversicherung anbietet (Allianz Tarifstand 01/2015).
Die Vorteile der Lebensversicherung werden zu einem hohen Preis sowie mit anderen Nachteilen eingekauft. Vereinzelt können Pflegerentenversicherungen Sinn ergeben. Hierbei sollte die Beratung durch einen spezialisierten Makler aufgesucht werden, da die wenigen verfügbaren Tarife sehr unterschiedliche Regelungen bezüglich der Obliegenheiten aber auch dem Umgang mit dem Kapital enthalten. Manche Marktteilnehmer vermitteln Pflegerentenversicherungen als Geldanlage, bei der die Zinsen das Pflegerisiko bezahlen. Diese Modelle sind sehr fraglich und sollten immer im Detail geprüft werden.

