Korrekt ist, dass jedes Mitglied der PKV einen eigenen KV-Beitrag zahlt. Wer viele Kinder hat, könnte also sehr viel zahlen, oder nicht? Ja, könnte der Versicherte, muss er aber nicht. Wer nur einen günstigen Schutz auf Kassenniveau wählt, der wird vermutlich nicht mehr zahlen. Und selbst wenn doch, so wäre der Beitrag steuerlich in unbegrenzter Höhe absetzbar. Und die Mehrleistungen der PKV müssten ggü. eingesparten Zusatzversicherungen gestellt werden, denn selbst die schlechtesten Tarife erlauben schnellere Termin und befreien Ärzte von Sparzwängen, Limitierungen und Regressforderungen, womit eine bessere Versorgung möglich ist.
Versicherte können Tarife ändern, z. B. via Tarifwechselrecht nach §204 VVG. Man könnte z. B. in einen günstigeren Einsteigertarif wechseln und eine Option abschließen, um später den Schutz zu erhöhen.
Dieser Mythos könnte sich realisieren. Dieses Problem stellt sich erst gar nicht, wenn die Lebensplanung am Anfang der Beratung besprochen wird. Es kann zum Ausschlusskriterium für eine PKV werden, weshalb es ein Themen-Schwerpunkt in der Beratung sein sollte, denn es gibt flexible Tarife. Bei der Auswahl der PKV sollte auf die Tariflinien und Optionsrechte geachtet werden.
Die PVN ist für Kinder nach den gleichen Bedingungen beitragsfrei, womit es keinen Unterschied zur GKV gibt. Müssten Kinder Pflegebeiträge entrichten, wäre die SPV zudem meist teurer als die PVN.

