Nein, grundlegend fragt kein PKVU in seinen Antragsfragen nach dem Alkoholkonsumverhalten. Aber neueste Forschungen bestätigten, dass es sechs spezielle Krankheitstypen schon bei geringem Alkoholkonsum ein signifikant gestiegenes Risiko haben:1
| 1. Arterielle Hypertonie Alkohol hat sowohl bei einmaligem als auch bei regelmäßigem Konsum einen blutdrucksteigernden Effekt, der umso höher ist, je mehr getrunken wird. |
4. Brustkrebs Vielfach wurde eindeutig ein dosisabhängiger Zusammenhang zwischen dem Risiko für Brustkrebs und der chronischen Zufuhr von Alkohol gezeigt. Eine Schwellendosis scheint es nicht zu geben. |
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| 2. Herzrhythmusstörungen Bereits moderate Mengen Alkohol, beispielsweise ein Glas Wein, erhöhen das Risiko von Vorhofflimmern. |
5. Hepatitis C Selbst kleine Mengen Alkohol verschlechtern eine Hepatitis C signifikant. |
| 3. Lebererkrankungen In Studien wurde gezeigt, dass tägliche Alkoholmengen von 20–40 g eine hepatische Steatose verstärken können. |
6. Kolorektales Karzinom Eine Studien-Zusammenfassung fand ein 2-fach erhöhtes Risiko für das kolorektale Karzinom bei Alkoholabhängigen. |
Dies ist der Grund, warum die PKVU bei bestimmten Erkrankungen zusätzliche Fragen zum Alkoholkonsum stellen. Dem Grunde nach wird also nicht gefragt, jedoch bei bestimmten Anlässen.
Quellenangaben
- 2023-09-14 Springer Medizin – Die innere Medizin – Gesundheitsrisiko Alkohol – neue Empfehlungen zum Umgang mit Alkohol https://www.springermedizin.de/arterielle-hypertonie/fettleber/gesundheitsrisiko-alkohol-neue-empfehlungen-zum-umgang-mit-alkoh/26042200

