Umlageverfahren

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Meistens meint man mit Umlageverfahren bei den Krankenkassen das sozialversicherungsrechtliche U1 und U2 Verfahren, kurz Umlage U1 oder Umlage U2. Die U1 sichert dem Arbeitgeber den Verdienstausfall bei Krankengeld ab,1 was bei der PKV ein eigens zu zahlender Tarifbaustein ist. Die Umlage U2 finanziert den Mutterschutz,2 welcher bei der PKV über einen Tarifzuschlag für alle Kunden eingepreist ist.

Bei der gesetzlichen Sozialversicherung bedeutet Umlageverfahren, dass die laufenden Ausgaben den laufenden Einnahmen gegenübergestellt werden, wobei kaum Rückstellungen gebildet werden. Etwaige Rückstellungen werden nicht verzinst oder angelegt. Die Umlage unterliegt stark der demographischen Schwankung.3

Auch die PKV nutzt Umlageverfahren, allerdings vorwiegend für den Ausgleich der Sozialtarife (bspw. dem Basistarif)4 oder anderer Tarife, die einem Annahmezwang unterliegen, wie z. B. die Öffnungsaktion. Wenn Sie einen Tarif wählen, der dem sogenannten Kontrahierungszwang unterliegt, dann tun sie der Versicherung nicht zwingend Schlechtes, denn im Hintergrund werden für diese Risiken Umlagen bzw. Töpfe gebildet. Prominentes Beispiel ist der Basistarif. Es wird eine Gesundheitsprüfung durchgeführt, die Zuschläge werden technisch erfasst, aber nicht verbeitragt, sondern über die Umlage auf alle Gesellschaften umgelegt.5 Unten finden Sie eine Darstellung eines im Basistarif Versicherten, wo die zu zahlende Prämie inklusive Risikozuschlag (4896,60€) gegenüber der zu entrichtenden Prämie (872,56€) gegenübergestellt wird.

Internet: www.LKH.dee

Lüneburg, 07.11.2020

Ausfertigungsgrund:
Versicherungsnehmer Vertragsstand gültig abb Seite
01.01.2021 1 von 1

Internet: www.LKH.dee

Lüneburg, 07.11.2020

Versicherte Person Zusammensetzung des Monatsbeitrags (in EUR):
Geb.datum Geschlecht Tarif Beginn Tarifbeitrag Abschlag Risikozuschlag Sonstiges Gesamt
tt.mm.1953 M BTN 01.21 918,08 -105,76 4896,60 -4939,76 769,16
PVN / Normal 01.20 140,29 -36,89 103,40
872,56

Grafik 50 – Bsp. Basistarif für theoretischen Zuschlag, der im Umlageverfahren umgelegt wird

Monatlicher Gesamtbetrag für die Krankenversicherung in EUR: 769,16
Unter „Sonstiges“ ist ein Nachlass auf Risikozuschläge von 4896,60 EUR enthalten.
Monatlicher Gesamtbetrag für die Pflegepflichtversicherung in EUR: 103,40
Monatlicher Gesamtbetrag in EUR: 872,56

Grafik 50 – Bsp. Basistarif für theoretischen Zuschlag, der im Umlageverfahren umgelegt wird

Für was, wie viel oder wie lange sonst in der PKV etwaige Umlagen gebildet werden, ist Betriebsgeheimnis. Generell kann festgehalten werden, dass die GKV fast ausschließlich über Umlageverfahren mit Zuschüssen finanziert wird und die PKV via Kapitaldeckungsverfahren, das durch kleine Ausnahmen durchbrochen wird.

Quellenangaben

  1. §1 AAG Erstattungsanspruch https://www.gesetze-im-internet.de/aufag/__1.html
  2. §7 AAG Aufbringung der Mittel https://www.gesetze-im-internet.de/aufag/__7.html
  3. 2020-11-11 Wikipedia Umlageverfahren https://de.wikipedia.org/wiki/Umlageverfahren
  4. §154 VAG Risikoausgleich https://www.gesetze-im-internet.de/vag_2016/__154.html
  5. §8 I 7 KVAV https://www.gesetze-im-internet.de/kvav/__8.html

PKV-Experte Walter Benda

Walter_Benda_PKV-Experte
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Versicherungsmakler, Autor, etc. pp.

Ein dufter Typ, der Probleme löst. Der Versicherungs-Jesus. Der Langhaar-Bomber, der notfalls bis zur Detonation kämpft. Aber übers Wasser gehen kann er nicht.

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Walter Benda

Der "Typ", wenn es um die PKV geht!
Das Berater-Vierkantholz mit Vorliebe für Benzin sowie feurige Gespräche...

Ernsthaft: Niemand braucht einen aalglatten Verkäufer. Jeder will einen ehrlichen Berater, oder nicht?
Das Problem ist aber, dass diese Ecken und Kanten haben. Ich bilde da keine Ausnahme, tue aber wenigstens nicht so, als würde ich es jedem rechtmachen (können oder wollen).

Ehrlich gibt es. Schmeckt nur nicht jedem. Leberwursteis gibt es woanders, hier gibt es Honig mit Salzkruste, oder welche Perversion der Kunde - sprich Du - haben möchte.

PKV-WIKI Kapitel

Systemunterschiede

Worin unterscheiden sich die private Krankenversicherung (PKV) von der gesetzlichen Krankenkasse (GKV)?

Zielgruppen

Wer darf in die PKV? Worauf ist zu achten? Welche Fehler sind zu vermeiden? Welche Tipps sind nutzbar?

Pflegeversicherung

Was ist die Pflegepflichtversicherung? Was leistet sie? Wo sind Lücken? Wie schließt man diese? Welche Tipps gibt es für Kinder und Familien?

Kalkulation

Wie berechnet sich der PKV-Beitrag? Warum steigen Prämien? Was tut man dagegen? Woran erkannt man mathematische Mogelpackungen?

Mythen

Die Internetwelt ist voller "Dummgelaber". Ist eine Tarifschließung wirklich gefährlich? Was bringen Bilanzkennzahlen? Wie "spart" man Geld?

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Wie wird die PKV steuerlich behandelt? Welche Tricks kann man nutzen? Wie optimiert man die Vertrags-Konfiguration?

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Wie läuft die Erstattung im Leistungsfall bei der PKV ab? Was sind sog. Leistungsstörungen? Wie schützt man sich?

Risikoprüfung & Antrag

Was ist eine Gesundheitsprüfung? Was ist eine Risikovoranfrage? Wofür ist das wichtig? Wie setzt man das um?

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GOÄ, Ausland, Krankenhaus, Privatarztwahl, etc.; alles wichtige Klauseln, die wir uns im Details anschauen.

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Checklisten und Tools für den Beratungsablauf, die Kündigung, die Anforderung der Krankenakte etc.